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Die Kinder an der Haustür

Manchmal glaube ich, dass die Kinder hier sehr gut wissen, dass es nicht das Glas Wasser oder das Blatt Papier ist, weswegen sie an unsere Tür klopfen. Nein, sie kommen an unser Haus mit ihrem Schrei nach Liebe. Denn sie wissen, dass Liebe die einzige Antwort auf den Durst ihrer Herzen ist.

(…) So zum Beispiel Fernando, ein straßenbekannter, kleiner Lausbub mit seinen gerade mal dreieinhalb Jahren: Eines Tages klopft er während des Mittagessens an unsere Tür. Seine erste Frage ist wie immer, ob wir denn schon die „Permanencia“ anfangen würden. Als ich ihm dann sage, dass es noch nicht 15 Uhr ist (die Uhrzeit, zu der die Kinder nachmittags normalerweise immer zum Beten und Spielen kommen können), fragt er, ob ich ihm bis dahin nicht einen Basketball ausleihen könnte. Doch einen Augenblick später klopft es gleich wieder, und er will den Ball wieder zurückgeben. „Willst du nicht mehr spielen?“, frage ich ihn. „Doch, aber ich will mit dir spielen!“

Lukas ist seit zehn Monaten mit Offenes Herz in einem Viertel von Lima (Peru). Der obige Auszug stammt aus einem Brief an seinen Unterstützerkreis.



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